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Glauben

Pfingsten – das Friedensfest!

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr. 
Sacharja 4,6

Picassos berühmte Taube weist uns den Weg. Die Taube ist DAS Symbol der Friedensbewegung und zugleich DAS des Heiligen Geistes und deshalb des Friedens, den Gott mit uns Menschen schließt. Gott – Heiliger Geist – Frieden, die gehören zusammen. Die Sprache der Bilder erzählt davon sehr schön und treffend.

Am Anfang aber steht eine traurige Einsicht, die sich in diesen Tagen auf das Schlimmste bewahrheitet. Wir Menschen sind nicht einfach gut. Unsere Geschichte ist durchzogen von hausgemachten Katastrophen, Versagen, Schuld und bewusst herbeigeführten Grausamkeiten. Gott sei Dank stehen neben dieser unseligen Folge misslingenden Lebens jedoch auch viele Zeichen der Nächstenliebe, der Versöhnung und der Hoffnung – das dürfen wir nie vergessen.

Aber die Einsicht bleibt: „Das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.“ So stellt es der Schöpfer nicht nur vor der Sintflut, sondern erschreckenderweise auch nach ihr fest (1. Mose 6,5;8,21). Können wir dem ernsthaft widersprechen? Die Welt lebt nicht in Frieden. Und doch träumen wir davon (jedenfalls fast alle). Aber unsere Vorstellungen von Gerechtigkeit, die Frieden ermöglicht, stimmen nicht übereinstimmen. Dass „Frieden und Gerechtigkeit sich küssen“ (Ps 85,11), bleibt eine Hoffnung.

Am Ende der Sintflutgeschichte kommt trotz allem die Taube mit dem Ölzweig und verbürgt wie der Regenbogen den unbedingten Friedenswillen Gottes. (1. Mose 8,11) Dieser Friedenswillen Gottes begegnet uns wieder, als Jesus von Johannes in der Wüste getauft wird: „Der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn in leiblicher Gestalt wie eine Taube.“ (Lukas 3,22) Hier wird dokumentiert, wer der Motor hinter allem Handeln Jesu ist: Gottes bedingungslose Friedenszusage, die auch dem bitteren Leid am Kreuz nicht ausweicht.

Zu Pfingsten feiern wir dann (übrigens auch die russischen und ukrainischen Christen), dass dieser Friedenswillen Gottes uns beGEISTern kann und wird. Jedem Christen und jeder Christin wird das mit der Taufe zugesprochen. So findet das Symbol der Taube seinen Weg auf den Deckel des Taufbeckens und das Tauffenster in unserer Kirche Am Heierbusch. Schauen Sie gelegentlich mal hin!

So entstehen Spuren der Hoffnung auf eine erlöste Welt, eine Welt des Friedens. Menschliches Handeln wird bis dahin vorläufig, tastend, manchmal widersprüchlich und gebrochen bleiben. Aber manchmal machen die kleinen Dinge den großen Unterschied. Nicht mehr, aber auch nicht weniger ist uns verheißen.

Als Zeichen der Hoffnung und pfingstliche Gedankenanstöße dazu noch zwei kurze Sätze aus der Bibel:  
Im Alten Testament heißt es in Sacharja 4,6 im Blick auf eine erlöste Welt: „Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr“. 
Und im Neuen Testament bringt Paulus es auf den Punkt: „Wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt, sondern der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichem Seufzen.“ (Römer 8,26)

 Die Friedenstaube Gottes – sie fliegt!

 

 

 

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