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Glauben

Freut euch, dass Eure Namen im Himmel aufgeschrieben sind!

Februar-Andacht zum Lukas-Evangelium

Liebe Leserin, lieber Leser!

Endlich mal eine erfreuliche Nachricht! Danach sehne ich mich. Sie sich auch?  Und nun ist sie da zur richtigen Zeit und am richtigen Ort. Von einer Seite, mit der Sie vielleicht gar nicht gerechnet haben.

„Freut euch, dass Eure Namen im Himmel aufgeschrieben sind!“
(Lukas 10,20)

So lautet der Satz aus der Bibel, der lange vor Corona als „Motto“ für Februar 2021 ausgewählt wurde.

Unsere Namen sind aufgeschrieben: nicht auf einem Knöllchen, nicht (nur) auf einer Impfliste – wie es von vielen beinahe wie eine Erlösung ersehnt wird -,– sondern im Himmel.

Sagt uns das noch etwas? „Unsere Namen sind im Himmel aufgeschrieben ….“

Wir alle wissen: der Himmel ist mehr und anderes als der Ort, wo die Wolken und Flugzeuge ihre Bahnen ziehen. Wir kennen den Himmel auf Erden, himmlische Gefühle und Genüsse; von unseren Toten, sagen wir es (zumindest den Kindern) oft genug: „Sie sind im Himmel.“ Recht haben wir damit!

Im Himmel, da ist Gott! Uns entzogen, kaum greifbar, aber da.

Denn unsere Namen sind bei ihm aufgeschrieben! Nicht irgendeine Nummer. Wir. Wir selber sind gemeint. Höchstpersönlich. Bei Gott werden wir nicht vergessen, sondern festgehalten. Gott hält an uns fest. Er lässt uns nicht los.

Das ist der Kern der Botschaft: Gott hält uns. Daran können wir uns festhalten.

An einem sehr besonderen Ort in Bredeney können Sie dem auf die Spur kommen. Gehen Sie einmal über den wunderschönen Bredeneyer Friedhof. Dort werden Sie Grabsteine in Form von aufgeschlagenen Büchern entdecken. Darauf lesen Sie die Namen der Verstorbenen. Menschen, von denen vielleicht kein Mensch mehr erzählen kann. Die Grabsteine erinnern uns an das Buch des Lebens, von dem die Bibel spricht. Dort sind unsere Namen verzeichnet. Alle! Ihrer, meiner und die der vielen, von denen wir in diesen schwierigen Zeiten Abschied nehmen müssen.

Ihr Pfarrer Joachim Lauterjung

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