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Glauben

Der Menschensohn ist gekommen

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Lukas 19,10

Zuerst denke an meinen Schlüsselbund – endlich gefunden!

Dann denke dich en Geldschein, den ich gemeinsam mit meinen Söhnen einmal auf der Straße gefunden habe. Wir sind ein Eis essen gegangen.

Es ist ganz einfach: „Finder“ sind zumindest für einen kleinen Augenblick glücklich.

Und wer einen Menschen findet, der ihm wichtig ist, erhält dafür große  musikalische Glückwünsche: Wem der große Wurf gelungen, / Eines Freundes Freund zu seyn, /Wer ein holdes Weib errungen, / / Mische seinen Jubel ein!“ So erklingt Schillers „Ode an die Freude“ prächtig in Beethovens „Neunter“. Wir haben es alle im Ohr.

Die Musik ist wegweisend. Nicht umsonst erklang sie am 9. November 1989 angesichts des Mauerfalls.

Beethoven und Schiller weisen uns den Weg. Wenn es um Menschen geht, sind nicht nur „Finder“ sondern auch „Gefundene“ glücklich.

Mir fällt ein, wie meine Frau und ich einmal am Strand nach einem unserer Kinder gesucht haben – und wie verzweifelt unser Sohn uns gesucht hat.

Er wenn Suchende und Gesuchte sich in den Armen liegen, kommen unter Menschen „Suchen und Finden“ zu ihrem Ziel.

Davon spricht der Wochenspruch für diese Woche. Die Botschaft ist einfach: Ihr Gottessucher lasst Euch finden!

Ihr Joachim Lauterjung

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epd-bild/Christian Ditsch