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Glauben

Gottes Geist

Andacht zum Wochenspruch

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der <span class="name-of-deity">Herr</span> Zebaoth. (Sacharja 4,6)

 

Der alttestamentliche Prophet Sacharja gibt uns das Motto für die erste Woche nach Pfingsten vor. Mit seinen Worten beweist er eindrucksvoll, wie falsch die Behauptung ist, der Gott des „Alten“ Testaments sei im Gegensatz zu dem Gott des Neuen Testaments ein gewalttätiger, strafender Gott.

Wenn etwas Menschen so verändern kann, dass alle davon profitieren, dann sind es nicht die Gewalt oder Zwang, sondern Liebe und vorbildliches Leben. Das wissen wir: Gewalt bringt neue Gewalt hervor. Im Großen wie im Kleinen. Unterdrückte Menschen werden sich auf Dauer aufgeben oder aber rebellieren.

Als Christ/in nach Pfingsten zu leben heißt für mich, dem Geist Gottes zu folgen und mich von seiner Liebe inspirieren zu lassen. „In-Spiration“ bedeutet im Wortsinn: „Ein–Geistung“. Und Einfallsreichtum, Kreativität und Begeisterung sind in der Tat gefragt, wenn es darum geht, dass menschliches Miteinander gelingt. Das ist manchmal schwer. Gewaltverzicht erfordert Mut. Selbst verbale Abrüstung ist nicht immer leicht. Und oft genug werden wir unser Scheitern ertragen müssen. Gott sei’s geklagt!

Dennoch lohnt es sich, nach dem Motto des Sacharja zu leben. Wir wissen es alle. „I have a dream“ – „Ich habe einen Traum!“ Der Traum von einer heilen Welt ist noch nicht ausgeträumt. Im Gegenteil: Wir wissen, dass eine friedliche Welt Gottes großes Ziel mit uns ist. Und wir vertrauen darauf, das Gott sein Ziel erreichen wird. Deshalb es richtig, wenn wir uns schon heute an dieser kommenden Wirklichkeit orientieren.
Vorbilder wie Martin Luther King und Mahatma Gandhi ermutigen mich. Und Gott haben wir allemal dabei an unserer Seite.

Ihr Joachim Lauterjung

 

 

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