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Glauben

"Ich habe da noch eine Baustelle"

 

„Ich habe da noch eine Baustelle“, sagen wir manchmal und meinen damit, dass Aufgaben noch nicht vollständig erledigt sind. Manchmal, weil die „Baustellen“ viel zu groß sind; manchmal, weil wir sie vergessen haben; ab und an auch, weil wir nicht gerne an ihnen arbeiten.

Nur: Baustellen gehören vermutlich zu den ewigen Wegbegleitern unseres Daseins. Ich habe den Eindruck, dass sich die nächste öffnet, sobald eine (zumindest) vorübergehend erledigt ist. Geht Ihnen das auch so?

Am schlimmsten finde ich die Baustellen, die kein Ende finden wollen. Werde ich jemals fertig mit meinem Projekt „Leben“? Dann wäre es ja abgeschlossen. Der Gedanke ist erschreckend. Ich vermute also, dass das ganze Leben eine Baustelle ist, vor der ich gelegentlich auch ratlos und untätig stehe. Wie diese drei Herren.

Aber der vierte tut ja immerhin unverdrossen seine Arbeit! 

Mir geht durch den Kopf, was der Apostel Paulus in der heutigen Losung, nachzulesen im Brief an die Philipper (1,6) schreibt:

 

„Ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.“

 

Es klingt, als wolle er damit bekräftigen und präzisieren, was auch der 138 Psalm (Vers 8) weiß:

  

„Der HERR wird's vollenden um meinetwillen.“

 

Für das gute Ende ist also gesorgt! Das muss nicht mehr meine Sorge sein.

Aber ich könnte ja trotzdem mit anpacken. Es ist schließlich mein Leben und unsere Welt. Deshalb lade ich Sie ein: „Machen Sie dabei mit, die Baustellen des Lebens täglich neu und fröhlich in Angriff zu nehmen“.

 

Ihr Joachim Lauterjung

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