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Glauben

„Was würde Jesus dazu sagen?“

 

Der HERR schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage.
Psalm 14,2

Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
Römer 12,2

Diesen Vers aus dem Römerbrief lesend denke ich an den ehemaligen Kirchenpräsidenten der ev. Kirche von Hessen und Nassau, Pfarrer Martin Niemöller (1892- 1984).

„Was würde Jesus dazu sagen?“ so fragte Martin Niemöller sein Leben lang, wenn er vor Entscheidungen stand. Seine politischen Überzeugungen änderten sich dadurch im Laufe seines Lebens, seine christliche Einstellung passte sich nicht der Welt und der jeweiligen Zeit an, sondern führte ihn oft in Opposition. Seine Taten brachten ihm nicht nur Anerkennung, sondern zunächst oft Unverständnis und Tadel ein. Er war U-Boot-Kommandant im 1. Weltkrieg, rechts-national überzeugt, wurde Pfarrer, Mitglied der bekennenden Kirche, war acht Jahre lang im KZ inhaftiert, kirchenleitend auch in der Ökumene aktiv, Pazifist.

Die evangelische Kirche hat ihm viel zu verdanken, unter anderem, dass er folgende Sätze ins "Stuttgarter Schuldbekenntnis" vom Oktober 1945 einbrachte: "Durch uns ist unendliches Leid über viele Völker und Länder gebracht worden ... Wir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben“.

„Ändert euch!“ schreibt Paulus. „Erneuert euren Sinn“, „prüft“ - bleibt in Bewegung und fragt nach Gottes Willen.

Ihre Henny Dirks-Blatt

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