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Glauben

Der Heilige Geist

Jesus spricht: Der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. (Johannes 14,26)

Diese täglichen Losungen aus dem Alten Testament mit ihren hinzugefügten Lehrtexten aus dem Neuen Testament verdanken wir dem Grafen Nikolaus Ludwig von Zinzendorf, einem der prägenden Väter des Pietismus. Seit 1728 ließ er sie in Herrnhut, in der Oberlausitz, für jeden Tag ziehen.

Er war schon eine außergewöhnliche Gestalt, mit besonderen, auch zu seiner Zeit beargwöhnten und umstrittenen Ideen. So gab es in der von ihm gegründeten Brüdergemeine 1758 bereits vierzehn ordinierte Presbyterinnen. Den dreieinigen Gott erklärte er seiner Gemeinde als Kleinfamilie: Vater, Mutter, Kind. Dabei verglich er den Heiligen Geist - ganz biblisch nach Jesaja 66,13 - mit einer tröstenden Mutter, oder im Familienbild seiner Zeit: „Der Vater tritt eine Reise an und betraut die Mutter mit der Sorge für die Familie. Während der Vater unterwegs ist, frischt die Mutter die Erinnerung der Familie an den Vater auf, so dass sie ihn erkennen, wenn er zurückkehrt. So sorgt der Heilige Geist für die Erinnerung an Christus, bis er wiederkommt . . . wie die Mutter das Haus hütet; so hütet der Heilige Geist sein Haus hier unten auf Erden: er bleibt daheim, und hat sich in sein Hausgeschäft konzentriert.“ 

Ja, gewiss, auch Väter können trösten, aber es ist auch tröstlich, dass es einen frommen Mann gab, dem die Unterschlagung der weiblichen Seite Gottes in der Theologie auffiel.

Ihre Henny Dirks-Blatt

 

 

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