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Glauben

Tu, was dir vor die Hand kommt;

mit Gottesdienst am Küchentisch (zugeordnete Datei)

 

Tu, was dir vor die Hand kommt; denn Gott ist mit dir. 1.Samuel 10,7

Der Herr aber wird dir in allen Dingen Einsicht geben. 2.Timotheus 2,7

Dies mag der Ort sein, einmal die Gefühlslage einer Pfarrerin in Corona-Zeiten zu schildern. Als im März Kirchen und Gemeindehäuser geschlossen werden mussten, wurde mir auch der übliche persönliche Kontakt zu vielen Menschen genommen. Mein Terminkalender erlebte eine Streichung nach der anderen: Kinderbibeltage, Ostern, Konfirmation… Ich war ziemlich konsterniert und fragte mich: wie das weitergehen solle.

Doch es geht weiter. Das erste waren viele Telefonate, Telefon-und Videokonferenzen kamen hinzu. Online-Andachten schreibe ich ständig. Seit Karfreitag stehe ich regelmäßig im Seniorenzentrum vor der Kamera und die Gottesdienste, die Heidi Kuhs und ich dort halten, werden auf den Fernsehern der Bewohner*innen ausgestrahlt. Auf den Friedhöfen halte ich Trauernfeiern auf Abstand mit Angehörigen hinter Masken nach Trauergesprächen per Telefon oder auch Masken plus Abstand. Ich versuche Menschen zu trösten, zu begleiten, ihnen Mut und Zuversicht zu vermitteln. Doch es ist oft traurig und bedrückend, was ich erfahren und erlebe. Zudem fehlt mir der direkte, offene, herzliche Umgang miteinander. Mein letztes Jahr in der Gemeinde hatte ich mir anders vorgestellt.

Bald wird es wieder Gottesdienste geben; wann die Kinder- und Jugendarbeit, der KU wieder möglich ist, weiß ich noch nicht. Hinzu kommt, dass ich zur Risikogruppe gehöre.

Was darf ich tun, was darf ich in die Hand nehmen?

Ich hoffe auf Einsicht.

Ihre Henny Dirks-Blatt

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