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Glauben

Trösten und aufrichten

Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett.
Gleich erzählten sie Jesus von ihr.
Er ging zu ihr, nahm ihre Hand und richtete sie auf.
Da verließ sie das Fieber. (
Markus 1,30-31 - Basisbibel)

Das Markusevangelium beginnt mit seiner Taufe und 40 Tagen Wüstenerfahrung, danach kam Jesus nach Kapernaum und suchte sich seine Begleiter. Es waren einfache Menschen, Fischer vom See Genezareth. Im ersten Kapitel erfahren wir etwas über ihren Arbeitsalltag und über ihre Familien. Sie werden sie allein zurücklassen, um Jesus zu folgen, alte Väter und ja, auch Ehefrauen, Kinder, Schwiegermütter. Wenn man drüber nachdenkt, wirkt Jesu Tun empörend - sie einfach ihren Familien wegzunehmen.

Da findet auch sie Erwähnung, Simons Schwiegermutter. Demnach war er verheiratet, der Simon Petrus, der Fels, auf dem Jesus seine Kirche bauen will, auf dessen Machtbefugnis sich die Päpste berufen, die sich in seiner direkten Nachfolge sehen. Hier könnte man die Frage nach dem Zölibat an der Wurzel anpacken.

Von der Existenz dieser Frau erfahren wir, weil sie krank war. Jesus nahm sich ihrer an. Und das machte er vorbildlich: sobald er von ihrer Erkrankung erfuhr, ging er an ihr Krankenbett, nahm ihre Hand, half ihr auf, kümmerte sich also intensiv um sie und machte sie gesund. Was Jesu Vollmacht und Mitmenschlichkeit unterstreicht, veranlasste Kirche zum Bau von Hospitälern und Hospizen, verweist uns zu den Kranken und Sterbenden.

Hingehen, Hände halten, trösten und aufrichten, möchten auch wir gern wieder direkt tun.
Bis dahin können wir uns einmal mehr die Zeit nehmen, die Bibel genau zu lesen. Ist in ihr doch so vieles zu entdecken! 

Ihre Henny Dirks-Blatt

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