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Glauben

Der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet

Es lohnt sich fast immer, bei den „Losungen“ noch einmal den Zusammenhang nachzulesen. Für die heutige Losung gilt das besonders.

Der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hände. 5.Mose 2,7

Beim ersten Hören und Lesen klingt das einfach gut. Es geht um eine wohltuende Erfahrung, die Sie hoffentlich alle schon gemacht haben. Arbeit lohnt sich. Oder, wie ein Sprichwort sagt, an das ich mich aus meiner Kindheit erinnere: „Sich regen bringt Segen.“

Dass das für alle unsere Werke gilt, ist schon überraschend. Manchmal mühe ich mich besonders und muss dann mit einem enttäuschenden Ergebnis klarkommen. Wo aber liegt der Zugewinn, wenn ich im Alten Testament den Zusammenhang nachlese?

Es ist verblüffend: Im Zusammenhang geht es darum, dass das Volk Israel auf seinem Zug durch die Wüste die Völker, die in der Wüste leben, nicht zu überfallen oder zu berauben hat. Was die Menschen brauchen, sollen sie kaufen und fair bezahlen. Sie haben genug Geld aus guten Zeiten.

Die Erinnerung an den Segen, der auf allen Werken unserer Hände liegt, dient also der Ermahnung, niemandem etwas wegzunehmen, schon gar nicht ohne Not. Mit dem Vorwand der Not – des Geldmangels – andere um den Ertrag ihrer Arbeit oder die notwendige (soziale) Unterstützung zu bringen, ist mit dem Glauben nicht vereinbar.

Ich bin sehr gespannt, ob sich diese Einsicht auch in den kommenden sicher sehr spannenden und aufschlussreichen Verhandlungen über staatliche Unterstützung für Einzelne und Unternehmen durchsetzen kann. Biblische begründbar wäre es alle Male, denn:

Nun fordert man nicht mehr von den Haushaltern, als dass sie für treu befunden werden. 1.Korinther 4,2

Ihr Joachim Lauterjung

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Foto: Wodicka